Reiseberichte

Reise in den Süden Frankreichs

25.05.-21.07.2009


Mit Rekordverdächtigen 300 Sonnentagen bietet das Languedoc-Roossillon insbesondere Sonnen hungrigen ideale Urlaubsbedingungen.


Die Region Languedoc-Roossillon erstreckt sich entlang der Französischen Mittelmeerküste

Von Petite Carmargue bis hin zu den Pyrenäen sowie Landeinwärts vom Mittelmeer bis in das Mittelgebirge der Cevennen. Die Küstenlinie beträgt 220 km, vom Meer bis in das Hinterland sind es maximal 186 km. Laguedoc-Roussillon umfasst die fünf Departements

Aude, Gard, Hèrault, Lozèzere, und Pyreness-Oritales.


Am 25.05.2009 brechen wir auf um diese Region zu erkunden. Über Freiburg, Colmar ereichen wir Thann im Elssas, die erste Station unserer Reise.

Nach der Legende liegt Thanns Ursprung im Wunder, das St. Thiebaut zugeschrieben ist, dem Bischof von Gubbio (Umbrien in Italien).

Historisch betrachtet hat sich die Stadt Thann nach dem Errichten eines Straßenzolls am Eingang des Thur-Tals durch die Grafen von Ferrette entwickelt, eine der drittgrößten,aus dem Kaiser Karl dem Großen stammenden Familie des elsässischen Adels.

Heute noch überragen die Ruinen ihrer Burg die Stadt: es handelt sich um die „Engelburg“ Auch „Hexenauge“ genannt. Sehenswert auch das Münster „St.Theobald“.

 Ruine Engelburg (Thann Elssas)  Thann Elsass  Thann Elssas


Ein gebührenfreier Stellplatz befindet sich auf dem Place du Bungert.


Die Reise geht weiter über Baume-les-Dames, Besancon, Bourg-en-Bresse, erreichen wir Nantua im Herzen des Haut Bugey, am Fuße einer Klippe aus Fels liegt die kleine Stadt.

 

       Lac de Nantua        Lac de Nantua

Ein gebührenfreier Stellplatz befindet sich am See gleichen Namens.

 


Wir bleiben 3 Tage an diesem schönen See und reisen weiter über Annecy, Grenoble, über die „Route Napoleon“ am Ufer der Durance entlang erreicht man Sisteron, einen idealen Halt zwischen den Alpen und dem Mittelmeer.

 

        Sisteron   Sisteron  

Geschichte schrieb Sisteron während der Französchischen Revolution. Als Napoleon Bonaparte 1815 aus dem Exil auf Elba floh und mit einer kleinen Schar von Gefolgsleuten in Golfe-Juan landete, um nach Paris zu ziehen, war der Übergang über die Durance bei Sisteron einer der kritischsten Punkte auf seiner Route, an denen Widerstand zu erwarten und sein Zug nach Paris von königstreuen Truppen verhältnismäßig mühelos zu beenden gewesen wäre. Der Gouverneur der Provinz, Marschal Andre` Massena, hatte jedoch vorsorglich den Befehl erteilt, alle Truppen aus Sisteron abzuziehen. Die von ihrer Wachmannschaft aufgegebene Brücke von Sisteron konnte deshalb kampflos besetzt werden.

Sehenswürdigkeiten: Zitaelle von Sisteron, Kathedrale Notre-Dame des Pommiers.

 

        Kathedrale Notre-Dame des Pommiers (Sisteron) 

Stellplatz auf dem Parkplatz an der N85

 

Wir verlassen Sisteron und fahren auf der Route Napoleon weiter bis Digne-le-Bains um auf der D953 nach Moustiers Sainte Marie zu gelangen.

Moustiers Sainte Marie, ein kleines Bergdorf, liegt unweit von Lac de Ste. Croix und Grand-Canyon-de-Verdon im Arrondissement Digne-les-Bains im Département Alpes-de-Haute Provence der Region Provence-Alpes-Cote d´Arzur in Südfrankreich.

Teilweise eng an die Felsen gebaut, befindet sich der Ort in hervorragender Panoramalage. Die engen steilen Gassen des Ortes sind tagsüber von zahlreichen Touristen bevölkert. Wer die typischen Provence-Souvernirs sucht, ist hier genau richtig.   

                         Moustiers Sainte Marie

Eine kleine Kapelle thront oberhalb des Ortes. Zu erreichen ist diese über einen sich steil hinaufwindenden Weg.

 

     Moustiers Sainte Marie   Moustiers Sainte Marie

Nicht weit von Moustiers Sainte Marie entfernt befindet sich eine der spektakulärsten Schluchten Europas. Der bis zu 700 Meter tiefe „Gorges du Verdon“ ist auch bekannt als zweitgrößter Canyon der Welt (nach dem Grand Canyon in Colorado) oder als größter Canyon in Europa. Die Schlucht beginnt nahe der Stadt Castellane und endet nach 21 Kilometern grandioser Landschaft am Lac de Sainte-Croix. Die Verdonschlucht ist ein Eldorado für Wassersportler. Vom Lac de Sainte-Croix kann ein Stück sogar per Ruderboot befahren werden. Wir mieteten uns ein Tretboot strampeln in den Canyon, und bestaunen die grandiose Landschaft.

 

    Lac de Sainte-Croix   Georges du Verdon Canyon   Gorges du Verdon Canyon

 

 

Weiter ging unsere Reise über Aix-en-Provence, Arles, nach Saintes-Maries-de-la-Mer.

Der Sage nach wurde in Saintes-Maries-de-la-Mer die ruderlose Barke von Marie-Jacobe der Schwester der Muttergottes und Marie Salome, der Mutter von Johannes dem Täufer nach ihrer Flucht aus dem Heiligen Land angespült. Die beiden Heiligen wurden von Sarah, ihrer Dienerin begleitet. Im Schatten des römischen Glockenturmes, auf den Spuren der Pilger, flaniert der Besucher durch die gepflasterten Gässchen........

  Saintes-Maries-de-la-Mer   Saintes-Maries-de-la-Mer   Saintes-Maries-de-la-Mer

 

Die außergewöhnliche Landschaft der Carmargue mit ihren weiten Wildflächen besteht aus einer einzigartigen Mischung des Bodens des Flusses und des Meeres. Sie ist von Sümpfen durchsetzt voll mit Büschen von Salicome (Glasschmalz) und Blütenfelder der Saladellen (Hirtenblumen) die den Vaccares See umgeben.

             In der Carmargue   In der Carmargue

 

Stellplatz in Saintes Maries-de-la-Mer Avenue Jean-Yves-Costeau.


Unser nächstes Ziel war Narbonne-Plage. Der Urlaubsort Narbonne-Plage liegt direkt am Mittelmeer und bietet dem Urlauber einen der großzügigsten Strände in Südfrankreich. Der feinsandige Strand zieht sich über mehrere Kilometer Länge von den Flachwassergebieten des Nachbarortes St. Pierre-la-Mer entlang des gesammten Ortes Narbonne-Plage bis nach Gruissan, ebenfalls einen Nachbarort von Narbonne-Plage.

      Narbonne-Plage     Narbonne-Plage

Stellplatz Narbonne-Plage Air de Camping Car.


Nur wenige Kilometer von Narbonne-Plage befindet sich eines der schönsten Dörfer Frankreichs, Gruissan. Der Ort konnte sein typisches Straßenbild mit mediterrenen Farben erhalten.

Die von alten Häusern gesäumten Gassen dieses Fischer- und Winzerdorfes winden sich kreisförmig um den altehrwürdigen Barbarossaturm. Dieser Überrest einer Burg aus dem 10. Jahrhundert ermöglichte die Kontrolle des Zugangs nach Narbonne und diente den Bewohnern bei feindlichen Einfällen als Zufluchtsort.

Gruissan-Plage liegt wie Narbonne-Plage am Fuß des Montagne de la Clape umgeben von Salinen, in denen noch heute Salz gewonnen wird. Typisch für den Ferienort sind die Stelzenhäuser, die vor den Überschwemmungen im Frühjahr und Herbst schützen sollen. Auch Gruissan-Plage besitzt einen schönen Strand und einen sehr schönen Stellplatz.

  Gruissan  Gruissan  Gruissan

Leider erlitten wir das Schicksal so mancher Wohnmobilreisenden, das wir bisher nur vom Hören und Sagen kannten. Eines Morgens bemerkten wir dass wir nächtlichen Besuch hatten. Die Fahrertür wurde während wir schliefen geöffnet. Der Dieb entwendete unser Bargeld legte jedoch das Portemonnaie mit allen Papieren, EC-Karten etc. in unser WOMO zurück. Es gibt doch noch anständige Diebe.

Stellplatz in Gruissan-Plage Front de Mer-Aire des Calets.


Gleich hinter Bèziers beginnt eine andere Welt. Der Canal du Midi schlängelt sein von Platanen gesäumtes, blaues Band durch die hitzeflirrende Landschaft Südfrankreichs. Der 240 Kilometer lange Canal verbindet das Mittelmeer mit der Stadt Toulouse. Erbaut wurde er im 17. Jahrhundert von Pierre-Paul Riquet. Mit seinen 65 Schleusen und 55 Aquädukten, einen Tunnel 126 Brücken war der Canal du Midi weit ins 19. Jahrhundert hinein der wichtigste Handelsweg Südfrankreichs.

 

Heute schippern Hausboote gemächlich durch ein Naturparadies. Diese „Penichetts“ dürfen auf dem Canal du Midi nicht schneller als sechs Stundenkilometer fahren. Zu starke Wellen würden die Uferböschung gefährden. Ein Bootsführerschein ist nicht nötig.

  Canal du Midi  Canal du Midi  Trebes am Canal du Midi

In Trebes fanden wir einen schönen Stellplatz. Wir standen mit unserem WOMO direkt an der Schleuse. Jeden Tag das gleiche Schauspiel, ein Hausboot kommt angetuckert. Der Skipper verliert angesichts der sich verengenden Wasserstraße alle Ruhe und Souveränität. Mit zusammengekniffenen Lippen steuert er sein Boot im Zeitlupentempo zwischen den Torpfeilern der Schleuse hindurch, bellt hektische Befehle zum Bug, wo die Ehefrau, mit Bootshaken bewaffnet, bereits auf das Signal zum Belegen eines Pollers wartet.

Von Trèbes bis zur Berühmten Citè von Carcasson sind es gerade mal 5 Kilometer, wir fuhren mit dem Fahrrad immer den Kanal entlang um die mittelalterliche Stadt zu besichtigen. Stellplatz Promenade du Canal.


Die Altstadt von Carcassonne ist vor allem als die befestigte Stadt des Mittelalters bekannt; doch war dieser felsige Gebirgsvorsprung schon seit dem 6. Jahrhundert vor Christus von Menschen besiedelt, zunächst als gallische Siedlung, später als Römerstadt, die seit dem 3./4. Jahrhundert nach Christus über eine Stadtmauer verfügte. Die Altstadt von Carcassonne ist heute Teil des Weltkulturerbes der UNESCO.

  Carcassonne  Carcassonne  Cathedrale Saint-Nazaire (Carcassonne)

Weiter geht unsere Reise auf der A 75 (mautfrei) nach Millau.

Millau, die geschäftige Kleinstadt mit ca. 21.400 Einwohnern ist Verwaltungssitz des De`partements Aveyron. Berühmt geworden ist diese Stadt mit Cafe`s und Restaurants unter Arkaden und alten Platanen in der Altstadt durch die weltweit höchste Autobahnbrücke, die Viaduc de Millau. Die Autobahnbrücke ist 2460m lang und 270m hoch. Die Brücke überspannt das weite Tal des Tarn bei Millau. In aller Ruhe kann man die Brücke von einem Aussichtspunkt oberhalb von Millau bestaunen. Stellplatz in Millau vorhanden.

   Millau   Millau  Millau

 

Millau ist auch der Ausgangspunkt für eine Tour in den Gorges du Tarn. Die Straße entlang der Tarn-Schlucht ist mitunter eng und führt durch zahlreiche Tunnels. Bis zu 500 Meter ragen fast senkrecht die Felswände über dem Gewässer empor.

       Fahrt in die Tarn-Schlucht             Blick in die Tarn-Schlucht       

                                       Tarn-Schlucht

 

Besonders sehenswert ist der kleine mittelalterliche Ort Sainte-Enimie, mit seinen kleinen Gässchen zählt Sainte-Enimie zu den schönsten Dörfern Frankreichs.

  Saint-Enimie Ort in der Tarnschlucht   Tarn-Schlucht   Sainte-Enimie

 

Unser nächstes Ziel ist Mende, in einem weiten, grünen Talkessel am Oberlauf des Lot liegt die nette Stadt Mende die nicht die Hektik anderer De`partemtstädte teilt. Sie zählt ca. 13.000 Einwohner. Verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster, der Hübsche Altstadtkern rund um die mächtige Kathedrale sowie herausgeputzte, alte Häuser laden zum Bummeln ein.


 

 

   Mende ( Pont Notre-Dame)  Mende  Mende (Cathedrale Notre-Dame-et-St-Privat)

 

Sehenswürdig in Mende ist die Cathedrale Notre-Dame-et-St-Privat, das Rathaus und die mittelalterliche Brücke Pont Notre-Dame aus dem 13. Jahrhundert.          Ein Stellplatz ist in Mende vorhanden.

Das letzte Ziel unserer Frankreich-Reise ist der Lac de Naussac, ein Stausee. Auf dem See tummeln sich Surfer und Segler aus ganz Europa, Windstille gibt es hier auf 1000 Metern Höhe nur selten. Wir bleiben 3 Tage in dieser schönen Landschaft, wandern, und baden im See. Nun wird es Zeit an die Heimreise zu denken.

      Lac de Naussac      Lac de Naussac

                                       Lac de Naussac

 

Mit traurigen Herzen nehmen wir Abschied und fahren über Clermont-Ferrand, Lapallise, Baumes-les-Dames, Breisach a. Rhein nach Hause. Es war eine wunderschöne Reise. Wir waren 57 Tage unterwegs und sind 3633 km gefahren.


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