Durchs Burgund, die Rhôn- Alpes, ans Mittelmeer

14.07.-23.09.2011

 

Sommer 2011 in Deutschland, Regen nichts als Regen. Wir wollen endlich wieder einmal die Sonne sehen. Darum soll unsere Reise ans Mittelmeer gehen.Über Kaiserslautern, Saarbrücken, Metz erreichen wir Pont-a-Mousson eine Stadt an der Mosel im Herzen von Lothringen gelegen. Die Stadt wurde im Jahr 1250 von Theobald II.gegründet. Heute ist sie eine wichtige Industriestadt. Der Mittelpunkt des links der Mosel gelegenen Stadtteils ist der von alten Häusern umgebene Place Duroc. Zu diesen alten Häusern gehören das Hotel de Ville und vor allem die Maison des Sept Pèchès Capizaux (Haus der sieben Sünden). Weitere Sehenswürdigkeiten: die Rämonstratenser-Abtei, die Kirche St. Martin. Wir bleiben zwei Tage in Pont-a-Mousson und fahren weiter nach Chaumont.

Wir bleiben zwei Tage in Pont-a-Mousson und fahren weiter nach Chaumont. Chaumont liegt am Rande des Plateau von Langres, einer Hochebene, auf der einige wichtige Flüsse Frankreichs entspringen, wie z.B. die Marne, die Seine und die Aube. Chamont selbst liegt an der Marne. Die Marne speist auch den Canal de la Marne à la Saône (deutsch Marne-Saône Kanal) der unter Ausnutzung weiterer Flüsse und Kanäle eine schiffbare Verbindung aus dem Raum Paris bis zum Mittelmeer ermöglicht. Ein schöner Stellplatz befindet sich direkt am Marne-Saône Kanal.


 

Unser nächstes Ziel ist Baune im Burgund. Eine Stadt in der Bacchus das Zepter schwingt. Beaune (23200 Einw.) inmitten der Weinberge von Burgund spielt unter den Städten der Region noch vor Dijon die Hauptrolle. Diesen Platz verdankt die Stadt weniger seiner Geschichte als vielmehr dem Wein, der das Städtchen im 18.Jhd. zum Handelszentrum erhob.

Die weitgehend erhaltene Altstadt mit ihren mittelalterlichen Stadtpalais und gepflasterten Straßenzügen, verwinkelten Plätzen und stillen Hinterhöfen liegt innerhalb eines modernen Boulevardrings. Sehenswertes in Beaune: Hôtel-Dieu,Musèe du Vin de Bourgogne, Notre-Dame, Place Mogne, Hôtel de Ville, Porte St-Nicolas. Ein kostenloser Stellplatz ca. 10 Minuten vom Zentrum entfernt befindet sich in der Avenue Charles de Gaulle.

 

Weiter geht unsere Reise nach Seurre. Eine Stadt in idyllischer Lage an der Saône gelegen hat einen kleinen Yachthafen. Trotz einer bewegten Geschichte in deren Verlauf Teile der Stadt zerstört wurden, stehen in der Altstadt noch mehrere sehenswerte Gebäude, unter anderem ein altes Hospitz (Hotel-Dieu). In einem anderen dieser älteren Häuser befindet sich ein Heimatmuseum und das Tourismusbüro.

Die Kirche St.Martin ist sowohl durch ihre Architektur als auch durch ihre Julien-Tribout-Orgel von 1699 und ihr Glockenspiel mit 47 Glocken bemerkenswert. Ein kostenloser Stellplatz befindet sich in der Rue de la Pèche.

 

Digoin ist unser nächstes Ziel. Digoin ist eine französische Stadt im Dèpatement Saône-et-Loire, im Westen der Region Burgund, unmittelbar zur Nachbarregion Auvergne. Sehenswert ist die Kanalbrücke von Digion (erbaut 1834). Sie verbindet dem Loire-Seitenkanal mit dem Zentrumkanal und überspannt dabei die Loire.

Weitere Sehenswürdigkeiten: Kirche Notre-Dame de la Providence (erbaut 1869), Keramik-Museum, Schloss Chiseuil (18. Jahrhundert). Ein gebührenfreier Stellplatz ist in Diogin vorhanden.

 

Wir fahren weiter nach Roanne. Zur gallo-römischen Zeit siedelte sich an den Ufern der Loire die Stadt Rodumma an. Später wurde diese zu einer unumgänglichen Etappe auf der königlichen und dann kaiserlichen Straße von Paris nach Lyon, der heutigen RN7. Das historische Zentrum von Roanne trägt Zeugen dieser reichen Vergangenheit. Das Schloss von Roanne mit seiner Renaissance-Fassade hat einen Kerker aus dem 12 Jhd, der heute unter Denkmalschutz steht. Den Hafen von Roanne, der mitten in der Stadt liegt und der ebenso einmalig wie anziehend ist, müssen Sie unbedingt gesehen haben. Im Winter liegen hier etwa hundert Schiffe und Frachtkähne, im Sommer machen hier die Jachten halt.

Sehenswert: die Kirche Saint Etienne, das Hotel de Ville, die Chapelle des Mariniers. Auch in Roanne befindet sich ein sehr schöner Stellplatz.

 

Ein Tipp von einem holländischen Womo-Fahrer: „Fhrt in das ca. 10km. entfernte Villerest dort befindet sich ein schöner Stellplatz.“ Wir wurden nicht enttäuscht, wir finden einem am Lac de Villerest auf zwei Terrassen mit Blick auf den See angelegten Stellplatz vor.


Um die Loire zu regulieren wurde eine 59m hohe und 469m breite Staumauer errichtet. Im Jahr 1984 wurde die Loire gestaut es entstand ein 32 km. Langer See. Der Lac de Villerest. Bei schönen und warmen Wetter badeten wir im See, und machten längere Wanderungen am See entlang. Sehenswert im historischen Dorf Villerest: die Chapelle Saint Sulpice, die Burg Mèdièval.

 


 

Das Pilat-Massiv im Departement „Loire“, durchquert von dem berühmten Fluss dessen Namen es trägt, bietet eine große Landschaftsvielfalt.

 

Wir machen Station in Saint-Victor-sur-Loire, ein kleines mittelalterliches Dorf mit 3000 Einw. Das Dorf ist auf einen Felsen erbaut, von wo man einen herrlichen Blick auf den Lac-de-Gragent hat. Hier bleiben wir einige Tage und machen schöne anstrengende Wanderungen (festes Schuhwerk nicht vergessen). Sehenswert: das Schloss Gragent 1450 erbaut, die Kirche Sainte-Foy-de-Conques 1095 erbaut.

Auf unserer Weiterreise Richtung Mittelmeer machten wir einen Stop in Langogne, eine Gemeinde mit 3000 Einwohnern. Der Ort liegt direkt an der RN 88. Sehenswert: die Chapelle des Pèniens, die Halle aux Grians, der Place des Moines, der Pont Vieux. In der Nähe von Langogne (ca. 1.5 km.) befindet sich der Lac de Naussac an dem sich direkt am See ein Stellplatz befindet.

 

Unser nächstes Ziel die Stadt Mende. Die geographische Lage zwischen Languedoc und Auvergne begünstigte im Mittelalter den Handel und das Handwerk. Das machte Mende erst zu einer wohlhabenden Siedlung, später zu einer mächtigen Stadt. Im 5. Jahrhundert wird sie zum Bischofssitz. Die Stadt mit ihrem Provinziellen Charme hat ihre Heiterkeit bis heute beibehalten. Sehenswert: die Kathedrale „Notre-Dame-et-Saint-Privat“ 1368 erbaut, die Brücke „Pont Notre-Dame“ im 13. Jahrhundert erbaut.

 


 

Nun haben wir es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel Gruissan-Plage. In Millau fahren wir auf die A 75 (mautfrei) und bestaunen das gewaltige Viadukt von Millau. Die Brücke liegt im Verlauf der A 75 von Paris nach Barcelona auf dem Abschnitt von Clermont-Ferrand nach Montpellier und Bèziers fünf Kilometer westlich von Millau zwischen den Ausfahrten mit den Nummern 45 und 46. Die Brücke ist mit 2460m die längste Schrägseilbrücke der Welt und besitzt eine maximale Pfeilerhöhe von 343 m. Aussichtspunkte auf den Viadukt gib es auf den Rastplätzen Cazalous, Peyre, St. Martin du Larzac, Soulobres.

 

Unser Navi (Susi) gibt die Auskunft „Sie haben Ihr Ziel erreicht. Wir sind in Gruissan angekommen. Das alte kreisrund angelegte Fischer-und Salzsiederdorf wird von der Ruine des „Tour Barberousse“ überragt. Es liegt in geringer Entfernung von der Küste zwischen den stehenden Wassern der Strandseen und schien noch bis vor kurzen dem Meer endgültig den Rücken gekehrt zu haben. Kaum zu glauben dass Gruissan einst ein recht bedeutender Hafen war, von dem die Boote zum Fischfang vor der spanischen und algerischen Küste ausliefen. Die Fischer feiern noch immer Ende Juni das Petrifest. Obwohl der Stellplatz in Gruissan-Plage ziemlich voll war fanden wir doch einen schönen Stellplatz.

Gruissan-Plage entstand im 19 Jahrhundert als Ort der Sommerfrische für die Narbonnaiser Bevölkerung. Besonders sehenswert sind die für diese Küstenregion einmaligen Pfahlbauten (pilotis). Diese Stellenbauten liegen meist direkt in Strandnähe auf den noch immer wachsenden Schwemmsandflächen. Sie wirken derzeit ziemlich ungepflegt.

Wir bleiben 14 Tage in Gruissan, freunden uns mit zwei französischen Familien an, baden im Meer (26 Grad), machen lange Strandspaziergänge, spielen Boule, und machen auf gut ausgebauten Fahrradwegen Radtouren. Da es nun schon Ende August ist müssen wir uns langsam auf die Heimreise machen. Wir fahren Richtung Heimat und machen Station in Avignon.

 

Avignon ist eine Stadt in der Provence in Südfrankreich am östlichen Ufer der Rhône. Da sie von 1309 bis 1423 Papstsitz war, trägt sie den Beinamen „Stadt der Päpste“. Die Altstadt von Avignon mit ihren prächtigen, mittelalterlichen Häusern ist von einer imposanten Befestigungsmauer umgeben. Der Papstpalast (Palais des Papes) aus dem 14. Jahrhundert, und die berühmte Brücke Pont St. Bènèzet zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Pont Saint-Bènèzet, auch Pont d`Avignon gennant ist die Ruine einer Bogenbrücke die einen Teil des westlichen Flussarmes überspannt.

Nicht sehr weit von Avignon entfernt gibt es ein weiteres imposantes Bauwerk der Pont de Gard. In der Kleinen Stadt Remoulins unweit des Pont du Gard fanden wir einen kleinen Stellplatz, von dem aus wir das berühmte Bauwerk zu Fuß erreichen konnten.

 

Der Pont du Gard, auf dem Gebiet der Gemeinde Vers-Pont-du-Gard im Dèpartement Gard, ist eine Aquaduktbrücke von beeindruckender Höhe und beinhaltet einen der am besten erhaltenen Wasserkanäle aus der Römerzeit in Frankreich. Er ist eines der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs. Der Pont du Gard war Teil eines fast 50km. Aquaduktes, mit dem Wasser von den Quellen nahe Ucete (Uzès) zur römischen Stadt Nemausus (Nimes) transportiert wurde. Die Brücke ist 49 m hoch und umfasst drei Etagen:

Untere Ebene: 6 Bögen, 142m lang, 6m breit, 22m hoch

Mittlere Ebene: 11 Bögen, 242m lang, 4m breit, 20m hoch

Obere Ebene: 35 Bögen, 275m lang, 3m breit 7m hoch

Auf der oberen Ebene verläuft die alte Wasserleitung die 1,8m hoch und 1,2 breit ist und ein Gefälle von 0,4 Prozent aufweist.

Unser nächstes Ziel ist Vienne. Die ehemalige römische Siedlung war im Mittelalter unter der Herrschaft der Bischöfe eine berühmte Stadt. Sie besitzt antike, romanische und gotische Baudenkmäler. Beherrscht wir sie von Mont Pipet, von den Ruinen des Schlosses de la Batie im Norden (es wurde im Auftrag Richelius geschleift) und den Überresten der ehemaligen römischen Umwallung. Vienne ist eine Stadt der Künste und der Geschichte. Noch immer prägt antike Architektur das Stadtbild. „Fehlt dir die Zeit für eine Reise nach Rom, so gehe nach Vienne“ sagt ein Sprichwort.

Sehenswertes in Vienne: Eglise Saint-Maurice, Bischofskirche (12. und 13. Jh.) Eglise Saint-Pierre, Eglise Saint-Andre-le-Bas: die Kirche (11/12 Jhd.) hat einen romanischen Kreuzgang. Place du Palais: An diesem Platz steht der Tempel des Augustus und der Liva, der etwa um 25 vor Chr. errichtet wurde und eines der besten erhaltenen römischen Bauwerke in Frankreich sind.

 

Ein weiteres römisches Theater am Berg Mont Pipet (auf dem die Ruinen einer römischen Zitadelle liegent) hat einen Durchmesser von 115 m, seine 46 Sitzreihen konnten 13.000 Besucher aufnehmen.

 

Die letzte Station unserer Reise durch Frankreich der Parc des Oiseaux in Villars-les-Dombes.

Der im Herzen der Landschaft Domes mit ihren tausend Fischteichen in einem Naturschutzgebiet mit einer Größe von 380 Hektar gelegene Vogelpark von Villars-les-Domes hat eine Fläche von 35 Hektar und ist die größte Ornithologie Parks in Frankreich. Diese geschützte Stätte, die um einen zentralen See mit üppiger Vegetation angesiedelt wurde, trägt zum Schutz der bedrohten Tierarten bei und beherbergt eine große Artenvielfalt von Vögeln, Raubvögeln,Pelikanen, Reihern, Pinguinen bis hin zu Papageien. Mehr als 2000 Vögel von annähernd 400 Arten aus allen fünf Kontinenten bevölkern diesen Ort der Ruhe. Der Parc des Oiseaux hat einen kostenlosen Stellplatz, leider ohne Versorgung-Station.

 

Wir bleiben drei Tage in Villars-les Domes und fahren über Besancon, Mulhouse, und Freiburg nach Hause.

Alle von uns angefahrene Stellplätze können Sie in unserer Stellplatz-Datenbank einsehen.

 

 

 


Aktualisiert ( Sonntag, 12. Oktober 2014 um 15:17 Uhr )