Auf der Route Napolèon Richtung Mittelmeer.

12. Juli – 04. Oktober 2013

 

Als Route Napolèon wird die Straße bezeichnet, die der Marschroute folgt, die Napolèon von Golfe-Juan (bei Antibes) über Grasse, Digne, Sisteron und Gap bis nach Grenoble zurücklegte. Diese französische Nationalstraße, Route Nationale 85 erhielt erst 1932 ihren Namen. Die Strecke mit einer Länge von 335 km bewältigte Napolèon mit seiner Truppe in einem siebentätigen Marsch, zwischen dem 1.März 1815 und dem 7.März 1815. Einmal wollten auch wir diese legendäre Strecke mit unserem Wohnmobil befahren, allerdings von Norden nach Süden.

Wir starteten am 12.Juli 2013 Richtung Frankreich, über Neustadt a.d. Weinstraße erreichen wir CHÂTENOIS ein kleiner Weinort im Elsass. Ein kostenloser Stellplatz ist im Ort vorhanden. Wir bleiben drei Tage in Châtenois, besuchen den kleinen Weinort, wandern durch die Weinberge und fahren über Baume-les Dames, Seurre weiter nach Louhans.

LOUHANS liegt im Süden des Burgund. Die kleine Stadt hat viel von ihrem früheren Reitz bewahrt, besonders durch die 157 Arkaden der „Grand Rue“ seinen alten Häusern aus dem 15. Jahrhundert. Sehenswert: Das alte Spital von 1682 (Hôtel-Dieu) mit der Alten Apotheke sowie durch seine Pfarrkirche mit den bunten Ziegeln. Ein Wohnmobilstellplatz ist in Louhans vorhanden.

 

Weiter geht unsere Reise nach NANTUA. Die Stadt liegt in der Region „Rhône-Alpes“ am Lac de Nantua. Flankiert wird Nantua auf beiden Seiten von bis zu 500m hohen Steilhängen, die von markanten Steilhängen durchzogen sind. Da die Stadt selbst nicht besonders sehenswert ist blieben wir nur eine Nacht in Nantua und fuhren weiter nach Annecy.

 

 

In ANNECY wollten wir auf dem Stellplatz Station machen, leider bekamen wir keinen Platz, die Mobile standen so nahe das man kaum die Tür öffnen konnte. Wir fuhren weiter nach Sevrier der kleine Ort besitzt einen Campingplatz nahe einer ehemaligen Eisenbahn-Trasse die zu einem Radweg umgewandelt wurde. Wir holten unsere Fahrräder aus der Womobilgarage und fuhren Richtung Annecy, in ca. 20 Minuten erreichten wir Annecy. Die Stadt liegt im Südosten Frankreichs an der Nordspitze am Lac d`Annecy. Die Stadt besitzt eine sehr schöne Altstadt die zum flanieren einläd. Sehenswert: die Innenstadt, das „Palais de IÌsle,“ das Rathaus, die Wallfahrtskirche „La Visitatoin“




Wir bleiben drei Tage auf dem Campingplatz in Sevrier, fahren mit dem Fahrrad auf der ehemaligen Eisenbahn-Trasse die direkt am Lac d`Annecy vorbei führt Richtung Albertville.  Weiter geht unsere Reise Richtung Grenoble, hier beginnt die berühmte Route Napolèon. Nach Grenoble geht es sehr steil nach oben Richtung nach Laffrey (ca.1000 m). Wir folgen der N89 nach Corps. Wir wollten einige Tage auf dem Stellplatz am „Lac du Sautet“ verbringen, doch die Stellplatzgebühr von 19€ für einen einfachen Stellplatz fanden wir doch etwas übertrieben. Also fuhren wir die zahlreichen Kurven hinunter nach Gap. In der Nähe eines Supermarktes fanden wir für eine Nacht einen Stellplatz.

 

 

 

 

 

GAP liegt im Departements Hautes Alpes. Es bewahrt die Erinnerung an Napolèon, der in der Rue de France (17) übernachtete. Die kleine Stadt, lohnt einen längeren Aufenthalt.  Sehenswert: Die Kathedrale „ Notre-Dame-et-Saint-Arnoux“


Unser nächstes Ziel SISTERON. Da der Stellplatz in Sisteron direkt an der stark befahrenden Hauptstraße liegt übernachteten wir auf einem sich in der Nähe befindenden Campingplatz. Sisteron liegt an einem Felsdurchbruch der Durance der zum Tor zur Provence gilt. Die malerische Stadt liegt am rechten Flußufer. In Sisteron rechnete Napolèon mit ernsthaften Problemen, denn die Zitadelle von Sisteron galt als Bastion der Royalisten. Doch zu seiner Überraschung gab es keinen Widerstand, weil sich der königliche Departementverwalter als heimlicher Napolèon-Anhänger entpuppte. Sehenswert: Kathedrale „Eglise Notre-Dame“ aus dem 12 Jh. Sehr schöne Altstadt. 

Weiter geht unsere Reise auf der N89 nach DIGNE-LES-BAINS. Der Wohnmobilstellplatz in Digne-les-Bains liegt etwas außerhalb der Stadt. Man muß einen kleinen Berg hoch fahren um auf den Wohnmobstellplatz zu kommen. Mit einem kostenlosen Bus-Shuttle kann man in die Stadt fahren. Digne-le-Bains wird auch die Hauptstadt des Lavendels genannt. Im Sommer ist die kleine Stadt zur Zeit der Lavendelblüte ein beliebtes Ausflugziel. Weite Blütenfelder umgeben die alte Stadt.

 

Sehenswert: Die ehemalige Kathedrale „Eglise Notre-Dame-du-Bourg“ ist eine der bedeutendsten romanischen Kirchen der Provence (12/13 JH.). Auch die Prächtige Platanenallee der Altstadt ist sehenswert. Digne-le-Bains ist auch ein bekannter Thermalkurort (alkalische und Schwefelquellen).

 

Wir fahren weiter auf dem wohl schönsten Abschnitt der Route Napolèon Richtung Castellane. Unzählige Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte säumen die Straße.

CASTELLANE liegt am Fluss Verdon, zu Beginn der berühmten Verdonschlucht. Obwohl der Stellplatz gut besucht war fanden wir einen Stellplatz mit Blick auf den Verdon. Castellane liegt vor dem steil aufragenden Felsen, auf dessen Spitze sich Notre Dame du Roc befindet, eine besonders sehenswerte Kirche. Vom Ort aus kann die Kirche über einen Fußweg erreicht werden. Weitere Sehenswürdigkeiten: Die Kirche „St.Thyse“ die Steinbrücke über den Fluss Verdon.

 

Unser nächstes Ziel sollte eigentlich Grasse sein, doch leider besitzt die Stadt keinen Stellplatz. Die Straßen sind so eng das man Probleme hat mit dem Wohnmobil zu parken. Wir fuhren weiter nach Cannes, leider waren alle Stellplätze belegt. In Saint-Aygulf in der Nähe von Cannes, hier beginnt auch die Route Napolèon (N85. Hier fanden wir mit etwas Glück einen sehr engen Stellplatz. Wir badeten im Meer und fuhren am nächsten Tag auf der Autobahn nach Aix-en-Provence.

AIX-EN-PROVENCE: Die ehemalige Hauptstadt der Provence ist ein bedeutendes Kulturzentrum und immer noch eine der begehrtesten Universitäten des Landes. Was die Stadt attraktiv macht sind weniger einzelne Sehenswürdigkeiten, als der Charme verschiedener Stadtviertel und vor allem die Platanenallee „Cours Mirabeau“ die mit ihren Brunnen als schönster der Provence gilt. Wir wären gerne noch länger in Aix-en-Provence geblieben doch leider war der Stellplatz auf dem Campingplatz „Are-en-Ciel“ nur zwei Tage frei. Sehenswürdigkeiten: die„Cathèdrale Saint-Saveur“ das „Atelier Cèzanne“. Und die vielen schönen Brunnen.  Weiter geht unsere Reise nach Aigues-Mortes.

AIGUES-MORTES: Im Jahre 1240 ruft Papst Innocenz IV. die Herrscher Europas zum Kreuzzug auf, um Jerusalem zurückzuerobern. Louis IX. (Ludwig der Heilige) übernimmt das Kommando für die Expedition. Da sein Königreich jedoch über keinen Einschiffungshafen am Mittelmeer verfügt, erhebt er Anspruch auf den Hafen von „Aqua Mortua“. Zu dieser Zeit gehörte die Provence zum Römischen Reich und das Languedoc-Roussillon zu dem Reich der Könige von Aragon (Spanien). Aigues-Mortes der „toten Wasser“ befand sich damals an den Ufern einer großflächigen Lagune, die durch Kanäle mit dem Meer und durch weite Moore mit den westlichsten Rhône Armen verbunden war. Im Jahre 1264 gewährte Lois IX. den Einwohnern eine handelsrechtliche Charta, und die Bevölkerung in diese von dreckigen und Krankheiterregenden Sümpfen umgebene Stadt zu locken. Soweit die Geschichte der Stadt Aigues-Mortes.

In der Nähe der Stadt fanden wir einen Stellplatz „Les Poissons d`Argent“. Von hier erreicht man in 20 Minuten mit dem Fahrrad Aigues-Mortes. Sehenswürdigkeiten: sind die vollständig erhaltene Stadtmauer, die Altstadt und die „Tour de Constance“ Der Turm diente zur Zeit der Hugenottenkriege als Gefängnis für Frauen. Die durch ihre lange Gefängnisstrafe bekannt gewordene Marie Durond war hier 38 Jahre lang eingekerkert, da sie ihrem protestantischen Glauben nicht abschwor. Auch die Kapellen der Grauen Büßer (Chapelle des Pènitrents gris und Chapelle des Pènitents blances) sowie die Kirche Notre-Dame-des-Sablons sind sehenswert.


Narbonne ist das nächste Ziel unserer Reise. Ein hervorragender Stellplatz zum Besuch von Narbonne. In ca. 15 Minuten ist man zu Fuß in der Innenstadt. Eine Haltestelle für den kostenlosen Bus-Shuttle befindet sich direkt am Stellplatz.

NARBONNE war einst die Erste Römische Kolonie außerhalb Italiens. Die Reste der alten „Via Domitia“ sind auf dem Platz vor der Kathedrale noch zu sehen. Im Mittelalter war Narbonne als Heimat der Katharer bekannt und die Kathedrale „Saint-Just“ gehöhrt zu einer der höchsten Kirchen Frankreichs. Ein Schiffskanal (Canal Robin) teilt die Stadt und markiert noch heute die Grenze zwischen Bürgerstadt und Bischofstadt. Der Kanal wurde 1789 angelegt als Teil des Canal Midi, nachdem Narbonne schon im 14.Jh. durch Versandung den natürlichen Zugang zum Meer verloren hatte. Wir blieben drei Tage in Narbonne, schlenderten durch die Stadt und machten eine Fahrradtour am Canal Robin entlang bis zur Mündung ins Mittelmeer in Port-la-Nouvelle. Sehenswürdigkeiten in Narbonne: Cathèdrale Saint-Just, Palais des Archevèques, Basilique Saint-Paul-Serge, die Markthalle.

Da wir noch Badeurlaub machen wollten fuhren wir in den in der Nähe liegenden Badeort Gruissan-Plage.

GRUISSAN-PLAGE entstand im 19. Jahrhundert als Ort der Sommerfrische für die Narbonnaiser Bevölkerung. Besonders sehenswert sind die für diese Küstenregion einmaligen Pfahlbauten (pilotis). Diese Stelzbauten liegen meist direkt in Strandnähe auf den noch immer wachsenden Schwemmsandflächen. Sie wirken derzeit ziemlich ungepflegt. Die Pfahlbauten, die heute überwiegend als Ferienhäuser fungieren, dienten als Kulisse für den Film „Betty Blue-37,2 Grand am Morgen“ (Regisseur Jean-Jacques Beineix) Hauptrolle Bèatrice Dalle.  Der Stellplatz in Gruissan-Plage war total belegt. Wir hatten Glück ein Französischer Camper trat die Heimreise an, wir konnten seinen Platz belegen. Durch Zufall waren unsere Französische Freunde Bernard und Marie-Claude anwesend. Wir verbrachten schöne Tage, spielten Boule, machten lange Strandspaziergänge und badeten im Meer.

Leider geht jede Reise einmal zu Ende. Wir fuhren über Bèziers, Clemont-Ferrand, Besancon , Freiburg nach Hause.

Alle von uns angefahrene Stellplätze können Sie in unserer Stellplatzdatenbank einsehen.

 

 

Aktualisiert ( Sonntag, 12. Oktober 2014 um 15:34 Uhr )